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Freitag, 20. Januar 2012
Der Beweis: Schulfreie Zeit fördert die Kreativität
Home- und Unschooler werden gerne missverstanden. Sie ließen ihre Kinder verwahrlosen, ist sicher einer der schwerwiegendsten Vorwürfe. Gerade erst wieder erzählte mir ein Schüler voller Überzeugung, dass er, wenn er nicht durch die Schule zum Lernen gezwungen, sicher nur faul rumhängen und nichts lernen würde.
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Donnerstag, 19. Januar 2012
Eigentlich ein Fall fürs Jugendamt: Jasmin Tabatabais Grusel-Geständnis in der Harald Schmidt Show
Mir gehen die Bilder von gestern Abend nicht aus dem Kopf. Die Schauspielerin Jasmin Tabatabai macht sich in der Harald Schmidt Show über ihre zweijährige Tochter lustig, die nicht im Kindergarten zurückgelassen werden will. Immer wieder äfft sie mit kindlicher Stimme nach: "Neeeeiiiin, du sollst nicht gehen!" Und prompt hat Harald Schmidt die passende Antwort parat: "Ich finde, da muss man aber auch konsequent bleiben, oder?" Und: "Das sind aber auch kleine Erpresser." Und in meinem Kopf höre ich eine ganze Nation mitlachen und eifrig zustimmen. Wie schrecklich.
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Donnerstag, 12. Januar 2012
Bildungsfreiheit: Familie bittet um finanzielle Hilfe
Es gibt immer wieder Familien, die auch in Deutschland versuchen, ihre Kinder zu Hause lernen zu lassen. Sie kämpfen sich mit einer gewissen Zähigkeit und ausgestattet mit viel Mut durch den Behörden-Dschungel. Dass diese Bemühungen beim in Deutschland geltenden Schulzwang immer wieder vor Gericht enden, ist nicht neu.
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Donnerstag, 29. Dezember 2011
Auswandern weil es hier nicht ohne Schule geht
In den letzten Tagen hagelt es nur so Beiträge zum nonformalen Lernen auch für unsere minderjährigen Mitbürger… ein Hoffnungsstreif am Horizont?
Hier ein interessantes Interview mit einer Mutter, die Deutschland verlässt, um ihrem Sohn homeschooling zu ermöglichen. Dafür würde sie hierzulande im schlimmsten Fall ins Gefängnis wandern.
Hier ein interessantes Interview mit einer Mutter, die Deutschland verlässt, um ihrem Sohn homeschooling zu ermöglichen. Dafür würde sie hierzulande im schlimmsten Fall ins Gefängnis wandern.
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Gerald Hüther fordert: Stoppt die ewigen Bewertungen – auch in der Schule
Wir brauchen eine andere Beziehungskultur, fordert Hirnforscher Gerald Hüther in der jüngsten Ausgabe seines Newsletters. Für Hüther geht das Zeitalter des ewigen Wachstums zu Ende. An dessen Stelle werde ein qualitatives Wachstum treten, so Hüther. Als einen der ersten Schritte sieht der Wissenschaftler: "Dazu müssen wir allerdings aufhören, einander ständig zu bewerten. Denn was bei all diesen Bewertungen, die wir in der Beziehung zu anderen Menschen vornehmen, herauskommt, lässt sich gegenwärtig in allen Bereichen unserer Gesellschaft beobachten: in der Erziehung unserer Kinder, in der Schule, im Berufsleben und in Altersheimen. Besonders ungünstig wird es immer dann, wenn sich bestimmte Bewertungskriterien als ungünstig herausstellen, um das zu erreichen und auszuwählen, worauf es wirklich ankommt. Am schlimmsten ist das sicher in der Schule."
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Donnerstag, 24. Februar 2011
Die Guttenberg-Falle: Eine Doktorarbeit muss billig sein
Seit Tagen stehe ich der öffentlichen Hinrichtung von Karl-Theodor zu Guttenberg fassungslos gegenüber. Ich möchte an dieser Stelle weder irgendeine politische Leistung noch eine Fehlleistung des Ministers kommentieren. Es geht mir darum aufzuzeigen, dass er sich in seiner Doktorarbeit schlichtweg gesellschaftlich konform verhalten hat und damit dem vorgegebenen Weg unseres Bildungssystems gefolgt ist. Abserviert wird er jetzt mit einer Scheinheiligkeit, die von denen kommt, die dieses System mit einer Vehemenz verteidigen, ohne sich über die Folgen und Auswirkungen im Klaren zu sein: einer Riege der Selbstgerechten.
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Mittwoch, 2. Februar 2011
Unbedingt reinhören: The Unplugged Mom Radio Show
Das Internet steckt voller Überraschungen. Dass mich das noch wundert, ist allein schon ein Wunder. Als ganz großer Radio-Fan bin ich doch jetzt tatsächlich über eine Show zum Thema Natürliches Lernen gestolpert: The Unplugged Mom wird einmal wöchentlich von Laurette Lynn in den USA live ins Netz gestellt.
Freitag, 31. Dezember 2010
Do schools kill creativity? Ein Vortrag von Sir Ken Robinson
Ich werde den Eindruck nicht los, dass im Jahr 2010 offener und mit mehr Schwung über alternative Wege in Bildung und Erziehung gesprochen wurde. Große, überregionale Tageszeitungen befassten sich unaufgeregt mit den dazu gehörenden Themen, in privaten Gesprächen wurde einhellig ein Umdenken gefordert. Und Meinungen, wie die von Ken Robinson, werden interessierter gehört.
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Freitag, 4. Juni 2010
Petition zum Homeschooling: Mitzeichnung noch bis 16. Juni möglich
erziehungsweise e. V. unterstützt die e-Petition
"Der Deutsche Bundestag möge beschließen ...das häusliche Lernen bzw. den Hausunterricht zu erlauben und straffrei zu stellen."
Noch bis zum 16. Juni kann mitgezeichnet werden.
"Der Deutsche Bundestag möge beschließen ...das häusliche Lernen bzw. den Hausunterricht zu erlauben und straffrei zu stellen."
Noch bis zum 16. Juni kann mitgezeichnet werden.
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Montag, 3. Mai 2010
Unsere Interview-CD über open space nimmt Formen an!
Erscheinungstermin: 12 Mai 2010 zum world open space on open space (WOSonOS) in Berlin.
Mittwoch, 7. April 2010
Mensch, di Lorenzo: Rot-rote Berliner Bildungspolitik der "Zeit" übergestülpt
Die rot-rote Bildungspolitik in Berlin ist so herzerfrischend unerfolgreich. Das merkt hier eigentlich jeder. Mit Ausnahme des Senats, der meisten Lehrer und ihrem Haus- und Hoforgan "Der Tagesspiegel" vielleicht. Damit nun auch noch der Rest der Republik erfährt, wie man's nicht macht, hat Ex-Tagesspiegel-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo seinem neuen Blatt "Die Zeit" eben mal das Berliner Modell übergestülpt. In einem kuriosen Artikel befasst sich die Zeit-Autorin Eva Hampl mit dem Thema "Schüler brauchen starke Eltern für den Erfolg".
Darin fordert der Erziehungswissenschaftler Werner Sacher unter anderem, dass es Aufgabe der Lehrer werden solle, "den Eltern fehlende Erziehungskompetenzen zu vermitteln". Na besten Dank. Ich kenne keinen Lehrer, von dem ich so etwas lernen möchte. Weiter wird Sacher mit den Worten zitiert, "die internationale Forschungsarbeit zeigt, dass Elternarbeit fruchtet, wenn die Eltern nah am Lernprozess der Kinder dran sind … Lehrer müssen Eltern in die Schule holen, sie anleiten, trainieren, zur Mitarbeit einladen, Lernhinweise geben und vieles mehr." Und dann kommt der Clou: "Der Anteil der Eltern am Lernerfolg der Kinder ist doppelt so hoch wie derjenige der Schule."
Während der gesunde Menschenverstand sofort sagt: Dann stimmt doch wohl mit dem System Schule etwas nicht, verschließen di Lorenzo und Kollegen in vorauseilendem Gehorsam zum Berliner Senat ganz fest die Augen vor der Realität und lassen einen Erziehungswissenschaftler die "richtigen" Konsequenzen ziehen.
Ein Blick nach draußen genügt: Die Schule ist längst überfordert, Nachhilfe-Institute schießen wie Pilze aus dem Boden und kassieren kräftig ab. Warum sie das können? Weil Lehrer immer weniger individuelle Zeit für Kinder haben. Elternarbeit funktioniert deshalb so gut, weil sie individuell ist. Wir müssen unsere Kinder immer länger in die Schule schicken, sie nehmen aber immer weniger von dort mit.
Ich frage mich, wie lange sich Eltern noch solche Aussagen stillschweigend anhören? Deutschland ist eines von wenigen zivilisierten Ländern auf der Welt, dass Heimunterricht und (anderswo sehr gut funktionierende) alternative Lernmodelle verbietet. Deutschland hat einen Schulzwang – ganz im Gegensatz zu den USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien etc. Wir wissen, dass der Staat das sich selbst genommene Monopol auf Bildung nicht ausfüllen kann. Der Schulzwang muss fallen, damit Eltern die Bildung ihrer Kinder gegebenenfalls selbst in die Hand nehmen können.
Niemand muss, aber jeder sollte dürfen.
Oliver Wagner
Hier geht's zum zitierten Artikel in der Zeit.
Darin fordert der Erziehungswissenschaftler Werner Sacher unter anderem, dass es Aufgabe der Lehrer werden solle, "den Eltern fehlende Erziehungskompetenzen zu vermitteln". Na besten Dank. Ich kenne keinen Lehrer, von dem ich so etwas lernen möchte. Weiter wird Sacher mit den Worten zitiert, "die internationale Forschungsarbeit zeigt, dass Elternarbeit fruchtet, wenn die Eltern nah am Lernprozess der Kinder dran sind … Lehrer müssen Eltern in die Schule holen, sie anleiten, trainieren, zur Mitarbeit einladen, Lernhinweise geben und vieles mehr." Und dann kommt der Clou: "Der Anteil der Eltern am Lernerfolg der Kinder ist doppelt so hoch wie derjenige der Schule."
Während der gesunde Menschenverstand sofort sagt: Dann stimmt doch wohl mit dem System Schule etwas nicht, verschließen di Lorenzo und Kollegen in vorauseilendem Gehorsam zum Berliner Senat ganz fest die Augen vor der Realität und lassen einen Erziehungswissenschaftler die "richtigen" Konsequenzen ziehen.
Ein Blick nach draußen genügt: Die Schule ist längst überfordert, Nachhilfe-Institute schießen wie Pilze aus dem Boden und kassieren kräftig ab. Warum sie das können? Weil Lehrer immer weniger individuelle Zeit für Kinder haben. Elternarbeit funktioniert deshalb so gut, weil sie individuell ist. Wir müssen unsere Kinder immer länger in die Schule schicken, sie nehmen aber immer weniger von dort mit.
Ich frage mich, wie lange sich Eltern noch solche Aussagen stillschweigend anhören? Deutschland ist eines von wenigen zivilisierten Ländern auf der Welt, dass Heimunterricht und (anderswo sehr gut funktionierende) alternative Lernmodelle verbietet. Deutschland hat einen Schulzwang – ganz im Gegensatz zu den USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien etc. Wir wissen, dass der Staat das sich selbst genommene Monopol auf Bildung nicht ausfüllen kann. Der Schulzwang muss fallen, damit Eltern die Bildung ihrer Kinder gegebenenfalls selbst in die Hand nehmen können.
Niemand muss, aber jeder sollte dürfen.
Oliver Wagner
Hier geht's zum zitierten Artikel in der Zeit.
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Freitag, 12. März 2010
Ein Hoch auf Sarrazin
Gelungene Karikatur des deutschen Bildungssystems. Der Staat zwingt die Kinder in die Schule und möchte, dass die Eltern daraus auch noch eine Verpflichtung zur Zuarbeit hören. Sonst droht Liebesentzug.
Der ehemalige Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin hat mal wieder ein Thema so sehr überspitzt, dass die ganze Absurdität des Ganzen deutlich wird. Hier ist der Artikel aus der Süddeutschen nachzulesen.
Der ehemalige Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin hat mal wieder ein Thema so sehr überspitzt, dass die ganze Absurdität des Ganzen deutlich wird. Hier ist der Artikel aus der Süddeutschen nachzulesen.
Dienstag, 9. März 2010
Raus aus der Schmuddelecke
Die FAZ hat die Anhänger von Homeschooling, Freilernen und anderen Alternativen zum deutschen Bildungssystem aus der Schmuddelecke geholt. In einem sehr ausführlichen Artikel über eine Familie aus Süddeutschland, die aus Furcht vor dem heimischen Jugendamt nach Österreich zog, zeigt Autor Alexander Marguier auf, wie sinnig und seriös die Gründe dieser ganz normalen Familie sind.
In der FAZ vom 8. März schreibt Marguier: "In den meisten Berichten über Schulverweigerer geht es denn auch um tiefreligiöse Elternhäuser, die ihre Kinder vor Irrlehren wie der Evolutionsgeschichte oder vor Sexualkunde schützen wollen. Man könnte auch sagen: Hierzulande denken viele erst mal an religiöse Spinner, wenn von Homeschooling die Rede ist. Eine Fehleinschätzung." Völlig angstfrei schildert der Autor die Motive von Freilernern. Weil er sich weder auf deren Seite schlägt, noch gegen sie wettert, kann sich der Leser ungestört ein eigenes Urteil bilden. Unbedingt lesenswert. Oliver Wagner
Vielen Dank an Jan Edel von Schulbildung in Familieninitiative e. V., der uns auf den Beitrag aufmerksam gemacht hat.
Den ganzen FAZ-Artikel lesen.
In der FAZ vom 8. März schreibt Marguier: "In den meisten Berichten über Schulverweigerer geht es denn auch um tiefreligiöse Elternhäuser, die ihre Kinder vor Irrlehren wie der Evolutionsgeschichte oder vor Sexualkunde schützen wollen. Man könnte auch sagen: Hierzulande denken viele erst mal an religiöse Spinner, wenn von Homeschooling die Rede ist. Eine Fehleinschätzung." Völlig angstfrei schildert der Autor die Motive von Freilernern. Weil er sich weder auf deren Seite schlägt, noch gegen sie wettert, kann sich der Leser ungestört ein eigenes Urteil bilden. Unbedingt lesenswert. Oliver Wagner
Vielen Dank an Jan Edel von Schulbildung in Familieninitiative e. V., der uns auf den Beitrag aufmerksam gemacht hat.
Den ganzen FAZ-Artikel lesen.
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